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| Der Oberflächenverkehr nach 1945 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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2.Mai 1945:
Kapitulation Berlins,
Von dem vorhandenen Wagenpark blieben nur folgende Fahrzeuge einsatzfähig:
Trotz
aller Verzweiflung und Niedergeschlagenheit angesichts der heute kaum
noch vorstellbaren Zerstörungen regte sich der Wille zu einem Neuanfang:
Am 13. Mai 1945 konnte die erste Autobus-Verbindung zwischen dem U-Bahnhof
Onkel Toms Hütte und Schönow eingerichtet Unter den schwierigsten Lebens- und Arbeitsbedingungen wurden von allen Mitarbeitern Leistungen erbracht, die wohl in der Geschichte des Unternehmens als einmalig anzusehen sind. Die nachfolgende Gegenüberstellung, möge sie auch trocken erscheinen, spiegelt doch den Einsatz jedes einzelnen beim Wiederaufbau seiner BVG im Jahre 1945 wieder:
Von allen drei Betriebsteilen wurden ab Juni 1946 täglich wieder drei Millionen Fahrgäste befördert, davon allein 2,1 Millionen von den Verkehrsmitteln des Oberflächenverkehrs. Der bereits erfolgten Teilung der Stadtverwaltung in einen östlichen und einen westlichen Tätigkeitsbereich folgte am 1. August1949 auch die Spaltung der BVG. Die im Ostteil der Stadt befindlichen Linien und Betriebseinrichtungen wurden einer eigenen BVG-Verwaltung unterstellt. Vom bestehenden Liniennetz wurden betrieben:
Auf dem Straßenbahn-Betriebshof Müllerstraße nahm 1949 die durch Kriegseinwirkungen zerstörte psychotechnische Prüfstelle für Eignungsuntersuchungen ihre Tätigkeit wieder auf.
Der seit Juli 1945 von der amerikanischen Besatzungsmacht beschlagnahmte Autobus-Betriebshof Zehlendorf wurde am 4. Dezember 1951 an die BVG zurückgegeben. Durch seine gleichzeitige Inbetriebnahme konnte eine wesentliche Entlastung der beiden Betriebshöfe Helmholtzstraße und Usedomer Straße herbeigeführt werden, die bis dahin die Linienbedienung der südlichen und südwestlichen Stadtbezirke übernehmen mußten. Ab. 1. Oktober 1952 verkehrten zwei neue Straßenbahnzüge (Trieb- und Beiwagen in Großraumbauweise für Ein-Richtungs-Betrieb mit Fahrgastfluß) auf der Linie 75 Bahnhof Zoo - Spandau, Hakenfelde, im Volksmund Samba-Züge genannt. Fast gleichzeitig wurde vom Senat eine Nahverkehrskonzeption beschlossen, die vorsah, das U-Bahn-Netz weiter auszubauen und die Straßenbahn allmählich durch Autobus und U-Bahn zu ersetzen. Für den Autobusbereich war außerdem der stufenweise Ubergang zum Einmannbetrieb anzustreben.
Der
durchgehende Straßenbahnverkehr zwischen West- und Ost-Berlin endete am
15. Januar 1953, weil die Ost-BVG hier Fahrerinnen einsetzte, obwohl sie
wußte, daß dies gegen gültige gesetzliche Auflagen in den Westsektoren
verstieß, die in Absprache gegenseitig respektiert werden sollten. Während
die Linien nun an den Sektorengrenzen endeten, bestand für die Die
Stillegung der Straßenbahnlinie 21 (Moabit, Wiebestraße - Friesenstraße)
am 1. Februar 1953 war eine weitere Folge der Trennung des durchgehenden
Straßenbahnverkehrs. Als Ersatz wurde die Autobuslinie 24 unter Umgehung
des Ostsektors eingerichtet. Unter
möglichster Vermeidung menschlicher Härten mußten allein bis 1967 3.000
Schaffnerinnen und Schaffner umgesetzt werden. Am 1. Juli 1954 begann die systematische Stillegung der Straßenbahn. Als erste wurden die auf dem Kurfürstendamm verkehrenden Linien 76 und 79 durch die Autobuslinien 19 und 29 ersetzt. Im Rahmen dieses Berichtes wird in der Folge auf die Darstellung aller Umstellungen verzichtet und nur Bezug auf die wichtigsten Ereignisse genommen. Im
U-Bahnbau zeichneten sich erste Fortschritte ab: Am selben Tag wurde der auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahn-Betriebshofes Halensee neu erbaute Autobus-Betriebshof Cicerostraße eröffnet. Auf die sonst übliche Wagenaufstellhalle wurde erstmals verzichtet und lediglich eine Reparatur- und Werkstatthalle erstellt. Die Freiaufstellung ermöglicht die Unterbringung von 180 Fahrzeugen. Der ehemalige Straßenbahn-Betriebshof Müllerstraße wurde nach erforderlichem Umbau am 1. Juni 1960 als Autobus Betriebshof eröffnet. Bei einer Kapazität von 140 Fahrzeugen können 65 in der Wagenhalle und 75 auf dem Freigelände abgestellt werden. Mit Betriebsschluß des 30. September 1960 erfolgte die Stillegung des Straßenbahn-Betriebshofes Reinickendorf. Die Straßenbahnlinie 35 wurde durch die Autobuslinie 72 ersetzt. Damit war bereits der Norden Berlins ohne Straßenbahn.
Die U-Bahnlinien 0 und D (heute 6 und 8) dürfen als einziges Verkehrsmittel zwischen Nord und Süd ohne Halt durch den Ostsektor fahren, die an diesen Linien im Ostsektor gelegenen Bahnhöfe wurden mit Ausnahme des Bahnhofes Friedrichstraße geschlossen. Die BVG stand vor großen Problemen, da zahlreiche neue Verkehrsverbindungen erforderlich waren und die Kapazität des vorhandenen Autobusbestandes nicht ausreichte, um diesen neuen Aufgaben gerecht zu werden. Westdeutsche Verkehrsbetriebe sprangen hilfreich ein und entsandten kurzfristig 74 Autobusse mit 86 Fahrern und 27 Schaffnern, die hier auf den verschiedensten Linien eingesetzt wurden. Von privaten Bus-Unternehmen wurden Wagen mit Fahrern angemietet. Zur Erhöhung des Wagenbestandes beschloß die BVG kurzfristig den Ankauf von sofort lieferbaren Eindeckbussen des Typs "Präsident" von der Firma Büssing. Die Wagen waren mit festem Schaffnersitz ausgerüstet und hatten ein Fassungsvermögen von 113 Personen. Mit dem fortschreitenden Ausbau der U-Bahn im Bereich des Tempelhofer Dammes war die Stillegung der Straßenbahnlinien 98 und 99 aus verkehrstechnischen Gründen am 30. September 1961 bei gleichzeitiger Schließung des Straßenbahn-Betriebshofes Tempelhof notwendig. Als Ersatz wurden die Autobuslinien 76 und 77 ab Platz der Luftbrücke nach Lichtenrade beziehungsweise Marienfelde eingerichtet. Die Obuslinie 33 wurde am 16. Oktober 1961 bei gleichzeitiger Verlängerung bis Mariendorf, Rixdorfer Straße/Dirschelweg auf Autobusbetrieb umgestellt.
Bei Jahresschluß 1962 wurden noch 18 Straßenbahnlinien mit einer Linienlänge von 231,2 km betrieben. Der Straßenbahn-Betriebshof Britz beheimatete ab 2. Mai 1963 auch Autobusse. Zur gleichen Zeit wurden fünf Straßenbahnlinien (44, 66, 74, 77, 78) durch vier Autobuslinien (83, 84, 85, 86) ersetzt. Der amerikanische Präsident John F. Kennedy besuchte am 26. Juni 1963 Berlin. Während rund 40.000 Berliner der denkwürdigen Ansprache des Präsidenten vor dem Rathaus Schöneberg zuhörten, verfolgten annähernd eineinhalb Millionen Menschen auf den Straßen die Stadtrundfahrt des hohen Gastes. Erhebliche Verkehrsmaßnahmen und Umleitungen mußte in großem Umfang durchgeführt werden.
1964 wurden in kurzer Folge zwei weitere Straßenbahn-Betriebshöfe geschlossen: Am 31. Juli der Bf Moabit, am 30. September der Bf Schöneberg. Mit der am 22. März 1965 durchgeführten Umstellung der Obuslinie 32 auf Autobusbetrieb endete für die BVG das verhältnismäßig kurze Zeitalter des Obusbetriebes. Ebenfalls 1965 übernahm die Stern und Kreisschiffahrt im Auftrag der BVG die Schiffahrtslinie Wannsee - Kladow. Für den Funksprechverkehr war die Inbetriebnahme einer eigenen Frequenz für den Autobusbetrieb von besonderer Bedeutung. Der Betriebsfunk war bereits am 1. Oktober 1962 als notwendige Folge des fortschreitenden Einmannbetriebes zunächst auf den Nachtlinien eingeführt worden. Das Jahresende 1965 wies den folgenden Linienbestand auf:
Mit der Einstellung der Straßenbahnlinie 47 am 30. September 1966 und deren Ersatz durch die Autobuslinie 41 wurde der Betriebsteil Straßenbahn auf dem Betriebshof Britz geschlossen. Nach Ausführung von Umbauarbeiten in zwei Wagenhallen konnte hier die Aufnahme des reinen Autobusbetriebes erfolgen. Der neuerbaute Autobus-Betriebshof Spandau, eine Anlage von 66.000 m2, wurde am 30. Januar 1967 eröffnet. Die Abstellfläche kann 300 Fahrzeuge in Freiaufstellung aufnehmen.
Eine
wesentliche Verbesserung im Funkverkehr trat mit der Inbetriebnahme der
Regionalfunkleitstelle Ruhleben bei gleichzeitiger Einführung einer zweiten
Autobus-Frequenz ein.
Die neue, erweiterte und modernisierte Funkleitstelle im Hause der Hauptverwaltung wurde am 1. Oktober 1969 in Betrieb genommen. Sechs weitere Autobuslinien sind im Laufe dieses Jahres auf Einmannbetrieb umgestellt worden. Der Autobusbestand betrug 1.540 Fahrzeuge. Die
Verlängerungen der U-Bahnlinien 7 und 9 (Möckernbrücke - Fehrbelliner
Platz und Spichernstraße - Walther-Schreiber-Platz) am 29. Januar 1971
erforderten auch Veränderungen im Oberflächenverkehr. Die Autobuslinien
2, 25 und 81 wurden bis zum Friedrich-Wilhelm-Platz zurückgezogen, während
die Linie 85 eine neue Wegführung über die Martin-Luther-Straße zum Wittenbergplatz
erhielt. Die Linie 89 wurde bis zum Fehrbelliner Platz verkürzt. Das Autobus-Funknetz
wurde am 1. Mai 1971 auf drei Funkkanäle erweitert.
Im Rahmen der Besuchsregelung des Vier-Mächte-Abkommens über Berlin wurde für die Oster- und Pfingstfeiertage 1972 eine Autobus-Sonderlinie zwischen Bahnhof Wannsee und der Kontrollstelle Drewitz eingerichtet, wo eine Anschlußmöglichkeit zu Linien des VEB Kraftverkehr Potsdam-Babelsberg bestand. Der vorübergehende Sonderverkehr wurde ab 4. Juni 1972 als ständiger Linienverkehr beibehalten. Zu den Olympischen Spielen 1972 in München entsandte die BVG zur Unterstützung der Stadtwerke München (Verkehr) für die Zeit vom 25. August bis 13. September 40 Eindeckautobusse des Typs E 2 H mit je zwei Fahrern. Die Wagen wurden auf Sonderlinien zu den Wettkampfstätten eingesetzt. Eine Arbeitsgruppe von BVG-Mitarbeitern war bei der Vorbereitung, Planung und Durchführung in der Abteilung »Verkehr« des Olympischen Komitees tätig. Die Umstellung einer zweiten Nachtwagenlinie (17 EN) auf Taxibetrieb erfolgte am 1. Oktober1972. Bis Dezember 1986 sind insgesamt 6 Nachtlinien auf Taxenbetrieb umgestellt worden (1 N, 10 N, 15 N, 17 N, 52 N, 79 N>. Aufgrund einer Fahrgastbefragung im Jahre 1986 wurde das Nachtliniennetz zum 1. Mai 1987 grundlegend umgestellt. Jetzt bildet der Bahnhof Zoo den Mittelpunkt des Netzes, von dem aus 12 Linien sternförmig in alle Stadtteile fahren. Untereinander werden diese Linien durch Querverbindungen ergänzt. Nach dem Ausbau einer Straßenverbindung von Kohlhasenbrück nach Steinstücken konnte die Autobuslinie 18 am 18. November1972 dorthin verlängert werden. Damit war ein Schlußstrich unter das »Problem Steinstücken«, einer Exklave West-Berlins auf dem Gebiet der DDR, gezogen. Zum Schutz gegen Rowdytum und die mutwillige Zerstörung von Betriebseinrichtungen begann im Juli 1973 der Einbau von Notrufanlagen in Autobussen. Nach erfolgreich abgeschlossenen Prüfungen nahmen am 1. November 1973 zwei ehemalige Schaffnerinnen ihren Dienst alsAutobusfahrerin auf. Mittlerweile sind es über 150 Fahrerinnen geworden. Als Folge der weltweiten Ölkrise war durch den Senat an vier Sonntagen im November/Dezember 1973 ein generelles Fahrverbot für Kraftfahrzeuge ausgesprochen worden. Hiervon ausgenommen waren Polizei und Versorgungsbetriebe. Für den Oberflächenverkehr war zur Bewältigung des Verkehrsautkommens ein erhöhter Personaleinsatz erforderlich, den wieder einmal die Freiwilligkeit aller Mitarbeiter meisterte, denn alle verfügbaren Autobusse mußten auf die Straße. Mit der Einführung des Rauchverbots in Doppeldeck-Autobussen verlor ab 1. Juli 1974 das Oberdeckan Anziehungskraft im Interesse einer größeren Attraktivität wurde der Gedanke einer zweiten Treppe wieder aufgegriffen. Mit
großem Erfolg begann ab 1. November 1974 im Sender RIAS Berlin eine ständige
Sendereihe Kennwort BVG - mit den Berliner Verkehrs-Betrieben unterwegs
im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der BVG. Sinn der Sendefolge war die
Herstellung eines ständigen Kontaktes zwischen der BVG und ihren Fahrgästen.
Am 25.Juni 1977 konnte die 25. Sendung zum ersten Mal »von der Straße«
(Wilmersdorfer Ecke Kantstraße) live gesendet werden; bis Ok- Die Eröffnung des neuen Flughafens Tegel für den Flugverkehr von und nach Berlin fand am 1. September1975 statt. Als nördliche Querverbindung wurde die Autobuslinie 8 zwischen Flughafen Tegel und Lindauer Allee/Aroser Allee (jetzt bis S-Bahnhof Wilhelmsruh) eingerichtet, außerdem die Linie 9 vom bisherigen Endpunkt Jakob-Kaiser-Platz über den Kurfürstendamm bis Bahnhof Zoo, später bis zu den Hotels in der Budapester Straße verlängert. Ab 1. November1975 wurden schrittweise neue, für elektronische Datenverarbeitung geeignete Fahr- und Dienstpläne eingeführt. Mit der Verkehrsübergabe des U-Bahnstreckenteils Leopoldplatz - Osloer-Straße (Linie 9) am 30. April 1976 wurden Änderungen in der Wegführung der Autobuslinien 14 und 16 erforderlich. Die Linie 79 entfiel.
Auf der Autobuslinie 19 kamen ab 26. Oktober 1977 die Wagen 3006 und 3007 als Testwagen zum Einsatz, die mit zwei Treppen zum Oberdeck ausgerüstet waren, getrennt nach Auf- und Abstieg, um für die Fahrgäste die Reise im Oberdeck noch attraktiver zu machen. Daraufhin wurden bei der Serienlieferung SD 78 dreißig Wagen mit einer zweiten Treppe ausgerüstet, während die darauffolgende Serie SD 79 vollständig mit zwei Treppen geliefert wurde. Am 28. April1978 wurde auf derU-Bahnlinie 7 die Verlängerungsstrecke Fehrbelliner Platz - Richard-Wagner-Platz eröffnet. In diesem Zusammenhang wurde die Autobuslinie 89 bis zum Richard-Wagner-Platz zurückgezogen. Die Autobuslinie 86 erhielt am Fehrbelliner Platz eine Endstelle und wird seitdem ab Birkbuschstraße über den Ostpreußendamm zur besseren Anbindung der Thermometer-Siedlung an das Steglitzer Geschäftszentrum bis zur Reaumurstraße geführt. Die Verkehrsaufgaben für die im Raum Moabit entfallende Linie 86 übernahm die Linie 90. Letztmalig verkehrten am 30. April 1978 zwei Autobustypen, die jahrelang zum Berliner Verkehrsgeschehen gehörten und deren letzte Wagen am 1. Mai auf ihren Betriebshöfen eintrafen:
Elf Jahre nach der Einstellung der Straßenbahn in West-Berlin verkehrte am 16. August 1978 wieder eine Straßenbahn. Auf der 1972 stillgelegten Hochbahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Nollendorfplatz (Flohmarkt) und Bülowstraße (U-Tropia, heute Türkischer Basar) pendelt seitdem täglich (außer dienstags zwischen 12 und 19 Uhr der Museums-Triebwagen 3344 als Touristen-Attraktion. Anläßlich des 50 jährigen Bestehens der BVG fand am 8. April 1979 ein großer Festzug mit historischen Straßenbahnen, Autobussen und U-Bahn-Wagen vom Wittenbergplatz über Tauentzienstraße und Kurfürstendamm zum Olivaer Platz statt. Mehr als 50 Fahrzeuge wurden bei strahlendem Sonnenschein von etwa 200.000 Zuschauern bejubelt. Von
1945 bis 1980 hat die BVG 10.000 Autobusfahrer ausgebildet, darunter 88
Frauen. Die Fahrschule befand sich bis 1960 auf dem Hof Helmholtzstraße
und wurde dann zum Hof Müllerstraße verlegt. Am
30. April1981 ging wieder ein Kapitel Verkehrsgeschichte zu Ende. Die
letzte noch mit Schaffnern betriebene Autobuslinie 62 wurde auf Einmann-Betrieb
umgestellt. Die Schaffner gingen in »Pension«. Die erste Einmannlinie
war die nur sehr kurze Autobuslinie 3E gewesen, die bei ihrer Einrichtung
am 1. November1949 sofort ohne Schaffner verkehrte. Die erste echte Umstellung
von Schaffner- auf Einmannbetrieb erfolgte am 1. Oktober1960 (Linien 11
und 68). Die achtziger Jahre stehen im übrigen im Zeichen der Erprobung
von Fahrzeugen, die alternative Antriebsstoffe verwenden, die Treibstoffe
sparsamer verbrauchen, und die die Umwelt weniger belasten (Hydrobus,
Methanolbus, BI-MOT-BUS). Unter dem Motto »10 Jahre Autobus-Fahrerinnen« konnte die BVG im November 1983 auf ihre guten Erfahrungen mit Frauen am Steuer hinweisen. Zum damaligen Zeitpunkt waren 153 Fahrerinnen tätig. Die Inbetriebnahme der U-Bahnstrecke Rohrdamm - Rathaus Spandau (Linie 7) am 1. Oktober 1984 brachte eine Neuordnung der Autobuslinien im Spandauer Raum mit sich. Geändert wurden die Linien 13, 31, 54 E, 55, 63, 80, 92, 97 und 99. Für die in Berlin stattfindende Bundesgartenschau 1985 richtete die BVG drei Sonderlinien zum Normaltarif ein, die vom 26. April bis zum 20. Oktober verkehrten.
Auf
der Flughaferilinie 9 begann im Juni 1985 die betriebliche Erprobung eines
elektronisch gesteuerten Stadtinfo-Systems.
Es sind dies nur einige wenige Daten, Fakten, technische Neuerungen und Ereignisse, die eine Rückschau auf die Verkehrsbedienung durch Straßenbahn, Obus und Autobus in unsererStadt geben. Doch was wären diese Aufzählungen, wenn nicht auch die erwähnt werden, die diese Leistungen erbracht haben: Die Straßenbahnfahrer und-Schaffner, die Mitarbeiter im Fahrdienst Autobus und die Kollegen der Betriebshofverwaltungen, die im besonderen auch für den personellen Einsatz und die zugeteilten Fahrdienstleistungen verantwortlich sind, die Mitarbeiter des Fahrplanbüros, die Dienstverteiler und Dienstzuteiler, die EinsatzleitervorOrt, die Verkehrsmeister als Standposten oder in Funkwagen, die Mitarbeiter in den Funkleit- und Meldestellen. Sie alle trugen erst dazu bei, die ordnungsgemäße Verkehrsbedienung jederzeit zu ermöglichen. |
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