| Geschichte der U-Bahn |
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Die Zahl der jährlich beförderten U-Bahn-Fahrgäste entwickelte sich wie folgt:
*) Ab 1949 - 1985 ohne die Linien im Ostteil der Stadt. Anfangs wurden nur verhältnismäßig kurze Züge gefahren. Im Laufe der Zeit wurden die Bahnhöfe jedoch weiter ausgebaut, so daß heute im Kleinprofilnetz bis zu Acht-Wagen-Züge (Ausnahme Linie 4) und im Großprofil mit seinen längeren Fahrzeugen Sechs-Wagen-Züge gebildet werden können. Im
Spitzenverkehr sind täglich etwa 900 Wagen im Einsatz, das entspricht
170 Zügen. Damit werden von der U-Bahn heute werktags etwa 1.15 Millionen
Fahrgastfahrten durchgeführt, der Anteil der U-Bahn am Gesamtverkehr der
BVG beträgt gegenwärtig knapp 50 Prozent.
Die Sicherheitsaufgaben des Zugbegleiters während der Zugfahrt übernahmen besondere Kontrolleinrichtungen am Zuge. Die
Einrichtung eines Funksprechverkehrs bei der U-Bahn bereitete erhebliche
Schwierigkeiten, da die eisenarmierten Betontunnel die Ausbreitung der
Funkwellen stören. Es wurden daher entlang der Strecken Spezialantennen
verlegt. Dabei ist jede Strecke in einzelne Funkbezirke Im Zusammenwirken Zugfahrer und Zugabfertiger mußten ebenfalls neue Wege beschritten und die entsprechenden Einrichtungen geschaffen werden. Der
Zugabfertiger, der früher auf dem Bahnsteig stand und bei stark frequentierten
Bahnhöfen noch von weiteren Mitarbeitern unterstützt werden mußte, gab
das Signal zur Abfahrt mit dem Befehlsstab, der sogenannten »Kelle«, an
den Zugbegleiter. Davor mußten er und seine Kollegen die Türen des abfahrbereiten
Zuges schließen, die früher noch nicht selbstschließend waren. Heute steht
der Zugabfertiger erhöht in einer verglasten Kanzel und kann die Vorgänge
auf dem Bahnsteig gut überblicken. Das Signal zur Abfahrt gibt er durch
ein Blinklicht am Bahnsteig- Auf zahlreichen Bahnhöfen werden Fernsehanlagen zur Unterstützung bei der Zugabfertigung eingesetzt. So werden zum Beispiel bei Seitenbahnsteigen die Züge eines Bahnsteiges durch den Zugabfertiger direkt und die des zweiten über Fernsehmonitore abgefertigt. Ältere Bahnhofsanlagen mit stark gekrümmten Gleisanlagen erfordern ebenfalls den Einsatz von Fernsehanlagen, um auch den schwer einsehbaren Bahnsteigbereich sicher überblicken zu können. Ferner dienen Fernsehanlagen der Überwachung von Bahnhofsvorräumen und der Beobachtung des Umsteigeverkehrs. Das
Ziel, auf den Bahnsteigen nur einen Mitarbeiter einzusetzen, bedingte
ein Zusammenfassen zahlreicher Einrichtungen im Zugabfertiger-Dienstraum,
im Gegensatz zur früheren dezentralen Anordnung. Frauen
haben heute in allen Bereichen des U-Bahnbetriebes Beschäftigung gefunden.
Nachdem es schon immer selbstverständlich war, daß sie beim Fahrscheinverkauf
und bei der Zugabfertigung eingesetzt wurden, bedienen sie seit Dezember
1970 auch Stellwerke mit ihren komplizierten technischen Einrichtungen.
Auch Züge werden heute von Frauen gefahren.
Der Fahrzeugpark setzt sich heute aus nur noch drei verschiedenen Wagenbauarten zusammen: Einer für die Kleinprofilstrecken (A3/A3L) und zwei für die Großprofilstrecken (D/DL sowie F/F Drehstrom). Mit dieser Konzentration konnten die Herstellungs- und Wartungskosten weitgehend gesenkt und die Verkehrsbedienung vereinfacht werden. Die
kleinste Zugeinheit heute ist der Doppeltriebwagen. Damit lassen sich
verkehrsabhängig alle erforderlichen Zugbildungen vornehmen: Vier Doppeltriebwagen
(= acht Wagen) als größte Zugeinheit auf den Kleinprofilstrecken, drei
Doppeltriebwagen (= sechs Wagen) im Großpro- Die Entwicklung der jetzt auf den Strecken der U-Bahn verkehrenden Fahrzeuge begann in den fünfziger Jahren. Hier wurde nach längeren theoretischen und praktischen Untersuchungen von der BVG in Zusammenarbeit mit Berliner Waggonbau- und Elektrofirmen ein U-Bahn-Wagentyp entwickelt, der aufgrund seiner guten Betriebsergebnisse in seiner Grundkonzeption unter Berücksichtigung der bisherigen Weiterentwicklung der Fahrzeug- und Antriebstechnik auch heute noch gebaut wird. Jede Fahrzeugeinheit besteht aus zwei vierachsigen, kurzgekuppelten, im Betrieb nicht trennbaren Wagen mit Zweiachs-Längsantrieb mit zwei Achshohlwellen. Alle Achsen sind angetrieben. Betriebsmäßig wird mit der fremderregten elektrischen Widerstandsbremse gebremst, eine elektropneumatische Druckluftbremse dient als Sicherheitseinrichtung. Diese Grundkonzeption gilt für das gesamte Berliner U-Bahnnetz. Nach
einer Erprobung des Prototyps der neuen Bauart D (2000/2001) wurden -
in den Jahren 1957/58-26 Doppeltriebwagen ausgeliefert. Danach folgten
1960, 1963, und 1965 drei weitere Serien mit 88 Doppeltriebwagen der Bauart
D. Im
Jahre 1964 entschloß sich die BVG, die ersten drei Prototyp-Doppeltriebwagen
mit Wagenkästen aus Leichtmetall (Typ DL) für das Großprofil zu bestellen.
Voraussetzung für diese Entwicklung war die Vervollkommnung der Leichtmetall-Schweiß-und
Fertigungstechnik so wie die Tatsache, daß infolge dieser Fortschritte
sowie der durch die Gewichtsverminderung der Wagenkästen erzielten leistungsmäßigen
Reduzierung der elektrischen Ausrüstung (Fahrmotoren, Anfahr- und Bremswiderstände,
Umformeranlagen) der Preis für einen Doppelwagen nur noch unwesentlich
höher lag als für Stahlfahrzeuge, so daß diese Differenz durch die ge- Für
die konstruktive und elektrische Auslegung wurde die Bedingung gestellt,
daß die Leichtmetall- mit den Stahlwagen freizügig kuppelbar sein müssen.
In drei Lieferungen (1974, 1976 und 1979) wurden insgesamt 106 Doppel-Triebwagen der Bauart F geliefert. Als erster U-Bahnwagen in Deutschland erhielt ein Doppelwagen der Serie DL 70 im Jahre 1975 eine Gleichstromsteller-Ausrüstung. In dieser Steuerung sind die mechanischen Schaltglieder der Starkstrom-Ausrüstung durch verschleißfreie ruhende Schaltglieder (Thyristoren) ersetzt. Mit
dieser Einheit, die auch im fahrplanmäßigen Personenverkehr eingesetzt
worden ist, wurden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Forschung
und Technologie (BMFT) geförderten Forschungsvorhabens umfangreiche Versuche
und Messungen durchgeführt, bei denen nachgewiesen wurde, daß bei diesem
Antrieb durch die Möglichkeit der Bremsstrom-Rückspeisung eine Energieeinsparung
von 25 bis 30 Prozent erreichbar ist. Nach Abschluß des Forschungsvorha- Wirtschaftliche
Aspekteführten im September 1977 - zunächst nur probeweise - zur Inbetriebnahme
einer Triebwageneinheit der Bauart F (2578/2579) mit Drehstrom-Antrieb.
Bei den hier erstmalig im Nahverkehr erprobten wartungsarmen und verschleißteilfreien
(kollektorlosen) Drehstrom-Asynchron-Fahrmotoren entfallen die Anfahrwiderstände,
während die
Da sich der Drehstromantrieb sehr gut bewährte, wurde die nächste Serie F84 vollständig in dieser Antriebsart geliefert. Diese Fahrzeuge (2724-2801) erhielten außerdem einen SIMOTRAC-Einzelachsantrieb. Die Höchstgeschwindigkeit der Drehstrom-Fahrzeuge beträgt 80 km/h gegenüber nur 70 km/h bei allen Gleichstromfahrzeugen. Die
neueste Drehstrom-Serie zeichnet sich außerdem durch die erstmals in Berliner
U-Bahn-Wagen eingebauten Außen-Schwenkschiebetüren aus; bisher hatten
alle Fahrzeuge seit 1902 Taschenschiebetüren. Die Räder wurden wie auch
bei der vorangegangenen Serie F 79 mit Schallabsorbern ausgerüstet, um
speziell das störende Kreischen der Räder in Kurven zu Ende
1986 begann die Auslieferung einer neuen Serie von Drehstromfahrzeugen
(Serie F 87, 2802-2843). Nach dem Vorbild der D-Wagen wurden 1960 die ersten 8 Doppeltriebwagen des Typs A3 von der Firma DWM geliefert. In zwei weiteren Lieferungen kamen 1964 und 1966 weitere 46 Doppel-Fahrzeuge vom Typ A3 hinzu. Kurze
Zeit nach den Großprofil-Leichtmetallwagen (Typ DL) wurden auch für das
Kleinprofilnetz vier Prototyp-Doppelfahrzeuge in Leichtmetallbauweise
(Typ A3 L) geliefert, die ebenfalls mit den dort vorhandenen neuen Stahlwagen
Typ A 3 zusammen verkehren können. Bis zum Jahre Die Wagen der Typen A3, A3L, D und DL sind mit Längssitzen, die F-Wagen mit Ausnahme der Abteile an den Kurzkuppelenden mit Quersitzen in Abteilordnung ausgestattet. Alle
U-Bahnwagen sind heute mit Zugfunk für die Verständigung zwischen Fahrer
und Leitstelle ausgerüstet. Die F-Wagen haben zusätzlich eine lnnenlautsprecheranlage
für eine Information der Fahrgäste durch den Fahrer oder die Funkleitstelle.
Für die Bahnhofsansage wird ein
Der
Plan der U + S-Bahn als PDF Datei zum Download
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